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Druckluft-Effizienz – gut gemacht oder nur gut gemeint

"Die Erdölzeit geht zu Ende und die Steinzeit der Druckluft hält an."

Druckluft sollte als teuerste Energie Chefsache sein! Bei 100 kW Wirkleistung werden schnell 1 Mio Euro p.a. nur an Energiekosten unnötig in den Sand gesetzt und ebenso unnötig ca. 8.400 t CO2 zusätzlich produziert. Im Moment sind Emissionszertifikate und vielleicht auch der Industriestrom günstig, aber die Umsetzung der obligatorischen Energierichtlinie ISO 50001 steht vor der Tür.

Neue farbenprächtige Kompressoren in Kombination mit alten gewachsenen sklerotischen Druckluftnetzen lassen alle gutgemeinten Investitionen zu reinem Facelifting verkommen und ergeben keine systemische Effizienz, nur diese ist gefordert und wird von Ländern und Bund gefördert.

Nach Stefan Kohler (DENA) ist der Mangel an Kenntnissen der Energieeffizienz (bei Druckluft der systemischen Effizienz) die Ursache gigantischer Energievergeudung. Die Folge ist die völlig kontraproduktive Konzentration auf besonders niedrige Investkosten – obwohl die Energiekosten eines Jahres schon die Investkosten übersteigen und Ursache der üblichen Energieverluste von 50 % und mehr sind.

Hilfreich zu gezielter Beratung im Bereich der Druckluftenergie sind neben wenigen Spezialisten einige IHKs, hier besonders die im Beitrag erwähnte IHK Chemnitz.

DRUCKLUFTTECHNIK 11-12/2012, S. 24 ff.

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